Pfingst-Wochenende im Spreewald - 21. bis 24. Mai 2010
Wir fuhren von Freitag, den 21.05.2010 bis Montag, den 24.05.2010 wie schon letztes Jahr nach Burg im Spreewald. Der Zeltplatz war wieder derCaravan- Kurcamping Platz, 03096 Burg (Spreewald), Vetschauer Straße 1a, Tel.: 035603 / 750966 www.caravan-kurcamping.de Die Anreise erfolgte individuell oder in Fahrgemeinschaften, wie jeder kann - Freitag oder Samstag. Kosten (Zeltplatz + Bootsausleihe für Samstag + Sonntag): Erwachsene 60 Euro / Kinder bis 14 Jahren 40 Euro. Alles war bestens organisiert von unserm Papparazzi. An der Rezeption lag die Anmeldeliste vor. Da 2010 über Pfingsten in Cottbus irgendwelche Hundeweltmeisterschaften stattfanden, war die Platzkapazitäten auf dem Zeltplatz begrenzt. Aber durch Fahr- und Zeltgemeinschaften (ja es gab auch „gemischte“ Zelte) kamen wir mit dem Platz gut aus und es gab keine Probleme mit dem von Papparazzi ausgehandelten Vorzugspreis.
Unsere beiden Partyzelte kamen rechts an die Seite vor den Grillplatz. Und da war schon das erste Gewusel, als rucki zucki unsere 2 Partyzelte (4 x 10 m und 4 x 4 m) aufgebaut wurden. Und fast jeder brachte sich seinen Stuhl mit ! ! ! (Was denkt Ihr wohl, wer keinen eigenen dabei hatte?) Auch an Tischen für unsere große Tafel mangelte es nicht. Für die Grillabende war ausreichend Holzkohle, Grills, Feuerholz, Holzfeuerkörbe da und Essen und Getränke gabs im Überfluß. Vielleicht sollte nicht jeder, der eine Wurst und ein Steak essen will, von beidem eine Packung zum Grillen abgeben :-) Annett meldete sich freiwillig zum Brötchenholdienst – und da Papparazzi sparsam gewirtschaftet hatte, waren die sogar inclusive. An den Abenden ging es immer recht lange, wobei das Partyzelt den Redelärm ganz gut dämfte, sofern die Leute drinne saßen. Am Sonntag war Udo noch nachgekommen und spielte wieder einmal „Live“. Wie die letzten Jahre waren natürlich auch die Mücken wieder da – doch dank diverser „Deodorants“ – hielt sich die Anzahl der Stiche in Grenzen.
Ich denke, im Namen aller zu sprechen, wenn ich Papparazzi für die gute Organisation unseres diesjährigen Pfingstausfluges einen ganz besonderen Dank ausspreche.
Und da es allen super gefallen hat, werden wir auch 2001 über Pfingsten nach Burg auf den Caravan- Kurcamping Platz fahren - Papparazzi hat bereits für 2011 die Zeltwiese und die angrenzenden Stellplätze bestellt (max. 70 Leute). Bedanken möchte ich mich aber auch bei allen Teilnehmern unseres Pfingst-wochenendes – gemeinsam und ohne Streit und Zank erlebten wir ein paar schöne Tage.
Paddeln im Spreewald
Da es vom Zeltplatz auf der Straße 7,5 km Wegstrecke zum Kleinen Spreewaldhafen und auf dem Wasser mindesten 6 km Rückweg sind, konnte sich keiner so richtig für den „Abholdienst“ am Freitagabend begeistern. So fuhren wir dann am Samstag ab 9:00 Uhr in mehreren Gruppen vom Zeltplatz. Zum Glück gibt es die Ringstraße, die nahe am Kleinen Spreewaldhafen vorbeiführt, so dass galt „Alle Wege führen zum Ziel“.
Egal, ob wir nun den Aufruf, in die Boote zu steigen, etwas verpasst hatten oder nur nicht so gut im Drängeln waren – Antje mit Hans und Ilka mit Jens bestiegen die letzten Zweierboote und fuhren nach links – alle vorher hatten sich für rechts entschieden. Ich hatte die Karte von 2009 dabei und so wollten wir im Zick-Zack gen Norden in Richtung Großes Fließ und Nordumfluter. Wir staunten nicht schlecht, als uns eine Weile später ein ganzer Bootscorso mit Regenkindern entgegenkam. Allen voran Andrea, die auf die Frage, wohin sie denn alle fahren wollten, nur ein „Weiß ich doch auch nicht“ antwortete. Aber alle anderen folgten ihr brav. Selbst Antje kam kurz ins Zweifeln, ob wir uns da mit anschließen sollten. Aber dann fuhren wir doch weiter auf unserer geplanten Route. Nach mehreren Abzweigen erreichten wir das Große Fließ, auf dem es bis zum Spreewaldhof Luckas ging. Dort machten wir pünktlich um 12:00 Uhr Mittagsrast. Dann ging es weiter auf dem Großen Fließ entgegen der Strömung, was man doch ganz schön merkte. Bei einer kleinen Zwischenrast im Boot mussten wir uns sogar an einem Baum anbinden, um nicht zurückzutreiben.
Am Kreuzungspunkt mit dem Nordumfluter fließt das Große Fließ durch einen Düker – also war wiedermal Umtragen angesagt. Dann paddelten wir ganz gemütlich auf dem Nordumfluter zum Verteilerwehr, wo wir wieder auf der Landzunge rasteten. Ab da fuhren wir die Hauptspree bis Burg, wo am Spreewaldhafen das Wehr der ehemaligen Spreewaldmühle zu umtragen war. Wir nutzten das gleich für eine kleine Rast, luden doch die Liegestühle in der Sonne zum Verweilen ein. Und dann folgte für mich ein besonderes Erlebnis – die Rückfahrt über Hauptspree, Scheidungsfließ, Kleines Leineweberfließ und Südumfluter zum Campingplatz – genau die gleiche Strecke wie 2009 doch dieses Mal im Sonnenschein statt im Nieselregen. Der Samstag bescherte uns bei schönstem Wetter eine sehr erholsame und gemütlicher Tour - und immerhin konnten wir anschließend auf den Karten eine Fahrstrecke von 20,5 km festhalten.
Am Sonntag schloss sich uns Körni an und wir fuhren über den Südumfluter zur Dubkow-Mühle, wo wir Mittagsrast machten. Dann gings nach Leipe (war Antjes Wunsch) und von da eigentlich in Richtung Bootsverleih. Doch weil wir gut in der Zeit lagen und der Sonnenschein einfach genossen werden wollte, entschieden wir uns noch für einen kleinen Abstecher gen Süden zum Landgasthof „Zur Wildbahn“. Dort hielten wir Vesper-Rast und anschließend fuhr Körni wieder gen Campingplatz, während wir dann von der anderen Seite zum Bootsverleih zurückpaddelten. Wir schafften es auch beim letzten Ausstieg trocken davonzukommen und so blieb das Paddeln ein super tolles Pfingsterlebnis. Am Abend habe ich dann auf Ecki’s Karte nachgemessen – am Sonntag waren es noch mal 15 km Fahrstrecke.
Radtour im Spreewald mit Jens
Einmal im Spreewald wollten wir am Pfingstmontag noch das schöne (flache) Radwegenetz im Spreewald ausprobieren. Leider versetzte der leichte Regen beim Zeltabbau am Vormittag einige so in Angst und Schrecken, dass sie Ihre Fahrräder fein sauber gewischt auf die Autos packten und sich selbst um ein schönes Erlebnis brachten. So waren wir diesmal nur zu Dritt (Brit, Udo & Jens) unterwegs. Die Strecke für die Radtour stand im Vorfeld schon fest – es ging von Burg aus eine Stück auf dem Gurken-Radweg in Richtung Cottbus. Dann gab es mehrer Möglichkeiten (je nach Lust, Laune, Wetter, Zeit …) über Radwege gen Norden bis zum Spree-Radweg zu fahren. Dadurch war die Streckenlänge variabel. Das erste Stück ab Burg verläuft der Radweg auf dem ehemaligen Bahndamm der Spreewaldbahn.
Da uns kurz hinter Werben ein Regenschauer überraschte (gut, dass es gerade durch den Wald ging und wir uns unterstellen konnten), sind wir nach einem kurzen Halt in einer Gaststätte (es gab lecker Spargelsuppe) dann die zweite „Abkürzung“ über Dissen zur Spree gefahren. Von da ging es auf dem Spree-Radweg erst bis zum Verteilerwehr (da, wo wir mit den Booten 2009 und auch 2010 auf der flachen Landzunge Rast gemacht hatten). Kleiner Trost an Hans und Antje - auch Udo konnte die Treppe an der Hauptspree nicht entdecken.
Dann fuhren wir entlang des Nordumfluters weiter auf dem Spree-Radweg. Am Düker für das Große Fließ machten wir kurz Rast und dann kam ja bald schon wieder die ehemalige Bahnstrecke aus Richtung Burg. Auf dieser verläuft weiter der Gurkenradweg, der uns am Bismarkturm vorbei nach Burg führte. Kurz nach dem Spreehafen gings dann rechts in die Bahnhofstraße, von der später die zweite Kolonie abzweigte. Ein Stück weiter führt der Gurkenradweg dann am kleinen Leineweberfließ in Richtung Krabatschleuße, wobei wir an der Hutungsschleuße erst mal eine der vielen „höhergelegten“ Holzbrücken überwinden mussten. Ein bisschen später folgte die Krabatschleuße am kleinen Leineweberfließ und der Radweg führte über die „Sackgasse“, die danach links abgeht. Dann gings vor zum Leineweberfließ, der hier auch gleichzeitig Südumfluter ist und wir verließen den Gurkenradweg um weiter in Richtung Süden zu fahren und dann über einen Querstich auf der Straße von Vetschau nach Burg rauszukommen und damit die Runde zu schließen. Auch wenn das Wetter uns animiert hatte, bereits die zweite „Abkürzung“ über Dissen zur Hauptspree zu wählen, waren es dann noch 29 km geworden. Am Ende noch fix die Fahrräder verladen und ab gings nach Hause.